the one about: #wienwahl

wienwahl

jetzt wärs höchste zeit zu reden!

jedesmal nach wahlen kommt das große gejammer. „die scheiß rechten„, „ich schäme mich für wien„,…usw. und jedesmal wieder denke (und sage) ich, dass das wahlergebnis das versagen der restlichen parteien ist und nicht die wundersame vermehrung des kellernazis.

das ist nämlich meiner meinung nach zwar die bequeme antwort, aber eben leider nicht ganz richtig.

österreich hat nicht plötzlich mehr radikalrechte wähler, sondern nur mehr verunsicherte menschen, die ihre fragen und befürchtungen nicht loswerden können. die sich in ihren unsicherheiten von einer partei aufstacheln lassen, weil sich keine andere mit ihren themen zeitintensiv beschäftigen (will).

ja, wohnen, bildung und co sind wichtige themen. aber in der aktuellen lage muss es die aufgabe der politiker sein das naheliegendste zu behandeln. und zwar schnell. kopf-in-den-sand stecken ist einfach gefährlich. wenn ich mir die ganzen bilder der flüchtlingsbewegung ohne entsprechende (informierende) öffentlichkeitsarbeit der politik anschaue, dann graust mir jetzt schon vor dem ergebnis.

wie anita zielina schon sehr richtig geschrieben hat: „über den ausgang der wahl werden diejenigen entscheiden, (…) die zu hause bilder von flüchtlingsströmen im fernsehen beobachten und nicht wissen, wohin mit der angst und unsicherheit, was das für sie, ihren job, ihre familie bedeutet.

ganz egal wie absurd mache fragen erscheinen mögen, wenn wähler das gefühl haben nicht fragen zu dürfen oder ihre befürchtungen nicht loswerden können (aus angst vor der politisch-korrekt-polizei) , dann verliert man sie ganz leicht an die schlagzeilen texter in der politik.

gebt antworten auf fragen, wie „warum kommen die alle jetzt?“, „warum kommen soviele männer ohne familien„, „bleiben die alle hier?“… das lässt sich ja aufklären!

es gab z.b von mc donalds mal eine seite „eure fragen, unsere antworten“ – warum gibt es das nicht von seiten der regierung zum flüchtlingsthema?

bei aller komplexität des themas, kann man trotzdem versuchen zu informieren, aufzuklären und fragen behandeln. die medien alle können/werden das nicht.

ich habe selbst keine lösung. das ganze thema flüchtlinge ist viel zu komplex und ich sehe wahrscheinlich nur einen winzigen ausschnitt, aber einfach das thema zu ignorieren wird die fragen in der bevölkerung nicht weniger machen.

und im oktober jammern dann wieder alle….

also bitte liebe leute, lasst im freundes- & bekanntenkreis wenigstens die leute ihre fragen stellen und gebt ihnen sinnvolle antworten.

 

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