persisches huhn – ein rezept voller missverständnisse

persisches huhn lemonlove

also gleich vorweg, „persisches huhn“ gibt es eigentlich nicht als traditionelles rezept. meine lieben tanten haben sich einen scherz mit mir erlaubt, auf den ich erst viele jahre später draufgekommen bin. ich habe es inzwischen aber schon so oft gemacht und serviert, dass es sich sogar schon in kärnten verbreitet hat. es ist also schon zu spät für ein erratum.

angefangen hat es vor jahren (ich war ca 19), als meine lustige tante ein ähnliches gericht gekocht hat und mir gesagt hat, es handelt sich um „tas kabob“ (was meine andere oma-in-wien-ersatz-tante nickend bestätigt hat…und ich dachte, ich kann mich zumindest auf diese tante verlassen..pfff) – nachdem ich damals noch viel weniger als heute von persicher küche verstanden habe, hat mich das nicht weiter verwundert.

ich habe das rezept leicht verändert und unter meinen österreichischen freunden immer „persisches huhn“ genannt, weil leichter zu merken. jahre später habe ich es meinen eltern vorgesetzt. meine mutter wirft einen blick drauf und erklärt mir voller überzeugung, dass das hier mit sicherheit nicht tas kabob ist. wer diesen blog schon länger verfolgt, weiß das die kulinarische reputation meiner mutter nicht die beste ist und so war ich sicher – sie weiß es halt einfach nicht besser.

wieder jahre vergehen und meine mutter und ich sitzen bei meiner oma in persien und irgendwie kommt das gespräch darauf – woraufhin meine oma die korrektur meiner mutter bestätigt – bei tas kabob handelt es sich nämlich um ein fleischgericht mit karotten und tomaten und nicht um huhn mit äpfel und ringlotten. na, ganz super. danke liebe tanten. not.

ok, also auch wenn es dieses gericht eigentlich so nicht gibt, ist es köstlich und die kombination sehr persisch, also bleibt es dabei – persisches huhn ist ein herrliches süß-pikantes gericht und außerdem noch ganz einfach in der zubereitung.

auch wenn es nicht wirklich traditionell persisch ist.

persisches huhn – ein rezept voller missverständnisse

zutaten

  • 4 hühner-oberkeulen
  • 4 hühnerflügel
  • 2 mittelgroße zwiebeln, halbiert und in dünne scheiben geschnitten
  • 1 apfel, am besten fuji oder ähnliche, in dünne scheiben geschnitten
  • eine tasse gemischt mit frischem zitronen- und orangensaft
  • eine handvoll getrocknete ringlotten oder zwetschken
  • ein teelöffel kurkuma
  • eine getrockente chili
  • salz/pfeffer
  • olivenöl

zubereitung

hühnerteile über nacht in der ofenform im zitrussaft ziehen lassen.

am nächsten tag die restlichen zutaten dazugeben. die ofenform mit staniol zudecken und eine stunde bei ca 180°c braten. dazwischen die hühnerteile einmal umdrehen.

sobald das fleisch durch ist, das staniol entfernen und die hühnerteile mit der haut nach oben rösten lassen, bis gut gebräunt.

schmeckt mit weißbrot, reis, couscous oder auch kalt am nächsten tag pur oder in einem fladenwrap.

inspiration via

so genau weiss das scheinbar keiner mehr…irgendwie aus meiner familie entstanden

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