reflexion eines (scheinbar) untalentierten food-fotografen

food fotos lemonlove

es gibt viele witze über meine food-fotos, einige davon mache ich auch gern selber. nicht wegen „fishing for compliments“ sondern, weil ich es wirklich belustigend finde…da sitze ich über einem teller essen und versuche allerlei auf und nieder um ein halbwegs gutes bild zu bekommen und am ende rettet mich doch nur wieder ein instagram-filter. ich habe mich damit abgefunden, auch wenn ich sonst durchaus ehrgeizig bin – bei meinen eigenen fotos ist mir das gleich. man muss ja nicht alles im leben gut können. durchaus liegt das vorallem an meiner fehlenden geduld mich tiefer damit zu beschäftigen.

trotzdem hat es mir keine ruhe gelassen…warum sehen meine bilder -auch die, bei denen ich mich wirklich bemühe- nie so charmant aus wie die von anderen. woran liegt das? ist das licht falsch? falsche kamera, weil keine, sondern iphone? hmm…

irgendwann hat es mich dann getroffen – die deko. vieles, was (für mich) ein schönes food-foto ausmacht, ist oft großteils die deko rund um den teller. ich verwende keine lebenmittel die scheinbar zufällig rund um die teller, schüsseln etc herumliegen. keine saucen, die rein zufällig schöne kleckse machen und keine brösel. was so banal klingt, macht sich auf fotos dann aber wirklich sehr gut. ich kann stundenlang durch blogs surfen und mich an diesen fotos erfreuen. trotzdem kann ich mich selber nicht dazu bringen, dass ich das selber mache. das liegt großteils daran, dass ich zwar den umgang mit lebensmittel und die verarbeitung davon wirklich liebe, das „spielen“ damit aber gar nicht. mehr noch ist mir jeglicher gedanke an lebensmittelverschwendung ein graus. und in meinem fall wäre es das, denn ich kann mir wirklich nicht vorstellen die ganzen saucen, zerbröselten zutaten, etc noch irgendwie sinnvoll zu verwerten. bei mir wird fast immer der teller fotografiert und ein paar props wie serviette etc. aber das wars auch dann schon. auch wenn ich damit lange nicht mithalten kann mit vielen foodblogs, es ist wie es ist.

natürlich ist mir völlig klar, dass es noch zig andere dinge gibt, die man besser machen kann (und ja, auch licht und kamera), aber trotz allem gefallen mir persönlich die fotos noch immer am besten, wo auch viele lebensmittel rund um den teller drapiert sind.

aber naja, wie heisst es so schön „better done than perfect“ und so werden meine rezepte immer mit fotos bestückt sein, die mehr „done“ als „perfect“ sind.

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