the one about: #sudern

eyeroll

ja, der berühmte satz „es gibt keine probleme, nur lösungen“ bekommt ein eyeroll von mir, weil das so typische konzern-bullshit-bingo-lingo ist. leider. weil inhaltlich völlig richtig. aber klar, es ist ja so viel leichter zu sudern. über alles. und das ist meistens nichts.

erst unlängst wieder habe ich mich mit dani darüber ausgetauscht, wieviel lieber die menschen stundenlang sudern, statt sich zu überlegen wie eine lösung für ihr „problem“ aussehen könnte. dem himmel sei dank ist es in unserer zusammenarbeit suderfrei. und wenn es wirklich mal sein muss, dann fängt einer von uns denn satz oft an mit: „du, ich muss kurz sudern….“ und mit dem satz war es das schon. #wearesuderfree #okfastimmer

vor einiger zeit habe ich mich über einen artikel amüsiert wo wunderbar beschrieben wurde wie es -dank smartphones und tablets – weniger diskussionen gibt, weil inzwischen fast alles schon mit einem kurzen blick auf google, wiki und co geklärt werden kann.

während also früher stundenlanger austausch zu allen erdenklichen themen stattgefunden hat, gibt es jetzt das abrupte ende, sobald einer in der runde das mobile zückt. …manchmal schade. es war schon irgendwie nett argumente hin und her zu werfen (besonders, wenn man recht hatte).

<fast den faden verloren, aber wieder gefunden> ich habe manchmal das gefühl, dass jetzt noch mehr gesudert wird, um die fehlenden diskussionen zu kompensieren.

weil eine lösung fürs sudern gibt es nicht online auf wikipedia. beim sudern geht es ja nie um eine lösung, sondern um das jammern selbst. und das wird gut und gerne zelebriert. lange. sehr lange.

als ich noch angestellt war, war das epizentrum der suderanten immer die raucherküche. in ungewohnt harmonischer gruppierung fanden sich dort raucher und nichtraucher beim gemeinsamen jammern über die firma, die kollegen, die chefs, etc.

quasi virale kampagnen der pre-social-media phase, denn selten ist etwas in firmen so ansteckend wie gemeinsames sudern.

gott sei dank bleibt mir das inzwischen alles erspart und ich kann umgebungs-gesuder im beruflichen umfeld sogut wie abhaken.

nicht so im privaten umfeld. tage-, wochen- und monatelang kann ich mir immer und immer wieder anhören wie arm personen sind, wie schrecklich/unfair/undankbar der partner/die freunde/ die kinder/ die politiker etc… sind. alle meine vorgeschlagenen lösungsansätze werden gekonnt entweder ignoriert oder wegargumentiert.

2015 wird es anders. nicht die anderen, weil die kann man nicht ändern, aber ich werden jedenfalls nicht mehr mitmachen.

und damit dieses posting nicht zum gesuder wird, hier meine lösung:

love it, fake it, change it, take it or leave it > but don’t suder about it. never suder about it!

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